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Sieger trotz neuem Wertungssystem

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Am vergangenen Wochenende (17./18. September) gingen in Bruchsal 1400 Athleten bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften an den Start.

Es wurden insgesamt 82 deutsche Meister in folgenden Wettkampfformen gekürt: Jahn-Wettkämpfe (Turnen, Leichtathletik und Schwimmen), deutsche Mehrkämpfe (Turnen und Leichtathletik), Friesenkämpfe (Fechten, Schießen, Schwimmen und Leichtathletik), Leichtathletik-Fünfkampf, Schleuderball, Steinstoßen sowie im Schwimm-Fünfkampf.
Manuel Halbisch startete hier im Jahn-Wettkampf der 18/19 jährigen. Wie auch in den letzten Jahren waren hier die Disziplinen Boden- und Barrenturnen, Kugelstoßen und Weitsprung sowie 100m-schwimmen und Kunstspringen gefragt. Ab 18 Jahren wird aus dem Jahn-6-Kampf ein Jahn-9-Kampf. Sprung, Weitsprung und 25 tauchen erweitern das Programm.
5 Mal in Folge gelang es Manuel bereits den begehrten Titel des deutschen Meisters im Jahnwettkampf zu ergattern. Trotzdem war der Ausgang keineswegs absehbar. Manuel gehörte zum jüngeren Jahrgang der Gruppe. Die 3 neuen Disziplinen sowie die Auswertung nach Ranglistenpunkten machten es zudem unmöglich, den Wettkampfausgang vorher zu sagen.
In allen 3 Turndisziplinen zeigte Manuel seine schweren Übungen fast fehlerfrei und bekam jeweils die höchste Punktzahl (Boden 14,45, Sprung 13,9, Barren 13,2). Beim 100m Lauf gestaltete sich der Wettkampf komplizierter. Beim 1. Lauf versagte das automatische Stoppsystem. Der Lauf musste wiederholt werden. Für die Turner ist das nicht ganz einfach, da sie eigentlich schon mit einem 100m Sprint an ihre Grenzen kommen. Aber es nutzte nichts, sie mussten nochmals ran. Beim 2. Lauf wurde beim Zeitbesten 11,7s angezeigt. Ausgewertet wurden aber 13,3s. Nun herrschte große Aufregung. Nach Videoauswertung und einigem hin und her konnten die korrekten Zeiten endlich übernommen werden. 3 Konkurrenten lagen vor Manuel(12,43s). Weitsprung beendete Manuel mit 5,25m als 7. Bester und Kugelstoß mit 9,93m als 6. Bester. Als vielfacher deutscher Meister im Wasserspringen ließ er in dieser Disziplin seine Mitstreiter deutlich hinter sich. Im Tauchen landete Manuel mit 14,2s auf Platz 2 und mit 69,2s auf 100m Freistil erreichte er hier Platz 3.
Dass Manuel die meisten Punkte erkämpft hat war nach Wettkampfende zweifelsfrei klar. Mit 112,416 Punkten hatte er über 15 Punkte Vorsprung vor dem 2 platzierten. Dies sagte jedoch über die endgültige Platzierung noch nichts aus. Auf das Platzverhältnis in allen 9 Disziplinen kam es an. Hierzu hat der DTB eine recht komplizierte Formel entwickelt. Pro Disziplin werden in Abhängigkeit der Teilnehmerzahl Rangergebnispunkte vergeben. Erst anhand deren wird der Sieger ermittelt. Im Jahnwettkampf der 16/17 jährigen landete der Punktbeste hierdurch z.B. nur noch auf Platz 4.
Am Ende bescherte ihm das Berechnungssystem 3330 Rangergebnispunkte und mit diesem Ergebnis schaffte er es tatsächlich wieder ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.
Zusätzlich erhielt Manuel vom DTB den „Karl-Heinz Rolle-Gedächtnispreis“. Diesen erhalten die Wettkämpfer (M/W), die in den Altersklassen 18+ der Jahn-Neunkämpfe und Schwimm-Fünfkämpfe die höchste vom Sprunggericht vergebene Punktzahl im Kunstspringen erreichen.
Herzliche Gratulation hierzu und zum 6. Deutschen Meistertitel in Folge im Jahn-Wettkampf